IMS-Einsatz vor Ort

Mit der Ionen-Mobilitäts-Spektrometrie (IMS) lassen sich geringste Spuren von Betäubungsmitteln an diversen Gegenständen nachweisen. Die IMS zeichnet sich aus durch die hohe Empfindlich­keit, eine einfache Probenvorbereitung, eine schnelle Messung und durch die Mobilität der Gerätschaften. Alle diese Eigenschaften führen dazu, dass die IMS sich bestens zur Unter­suchung von Wohnungen und Fahrzeugen eignet. Dabei kommt eine Equipe des IRM mit den Gerätschaften vor Ort und untersucht die Räumlichkeiten nach Absprache mit den Un­tersuchungsorganen der Polizei.

 

Für die Probensammlung wird ein Handstaubsauger verwendet, der den gewonnenen Staub auf einem Filterplättchen konzentriert. Dieses Plättchen wird aus dem Handstaubsau­ger entnommen und der IMS zugeführt. Innerhalb von 10 Sekunden nach Beginn der Mes­sung liegt ein Resultat vor, welches auf die Anwesenheit (oder Absenz) von Betm-Spuren auf den untersuchten Gegenständen hindeutet. Zur Beweissicherung werden die Filterplättchen (sog. Saugasservate) aufbewahrt und können bei Bedarf im Labor mit einem beweiskräftigen Verfahren verifiziert wer­den.

 

In Wohnungen werden in der Regel Fernseh-Bildschirme, Tische, Polstergruppen, Schränke u. v. m. untersucht. Auch Kellerabteile und Hobbyräume sind der Untersuchung zugänglich. Bei kontaminierten Räumlichkeiten wird eine Unterscheidung zwischen einem Konsum und einer Konfektionierung als Vorbereitung zum Verkauf schwierig und gelingt nur in seltenen Fällen.

 

Bei Fahrzeugen wird der vom Fahrer beanspruchte Raum inklusive den Bedienelementen separat vom restlichen Fahrzeuginnenraum und vom Kofferraum untersucht. Lassen sich Betm-Spuren nur im Bereich des Fahrers nachweisen, hat die Kontamination höchstwahr­scheinlich durch die Hände des Fahrers stattgefunden. Ist die ganze Fahrgastzelle kontami­niert, so wurden möglicherweise im Fahrzeug Betm konsumiert. Je nach Fahrzeug ist auch die Untersuchung von Hohlräumen, die zum Transport dienen könnten, von besonderem Interesse. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass eine Kontamination bei sauber verpackten Materialien nicht stattfinden kann.